Chili und Chilifäden


Chili

Beschreibung

Das zur Familie der Nachtschattengewächse zählende Gewürz Chili ist unter vielen Namen bekannt, so zum Beispiel als Peperoni, Pfefferschote oder Jalapeño. Der lateinische Name lautet Capsicum frutescens.

Aussehen

So vielfältig wie die Namen ist auch das Aussehen der beerenartigen Früchte. Je nach Sorte, von denen es unzählige gibt, sind sie rund oder spitz zulaufend, winzig klein oder extrem lang. Die Farbpalette reicht von grün, wenn sie unreif sind, bis hin zu den reifen Früchten in orange, rot, gelb, braun und lilaschwarz. Allen gemein ist die glänzende Aussenhaut und das mit kleinen weißen Samen durchzogene Fruchtfleisch.

Geschmack

Auch geschmacklich sind die Unterschiede groß. Während grüne, unreife Chilis meist weniger scharf als die reifen Chilis sind, gibt es Arten, die mit einem fast süßen Geschmack aufwarten. Wer es weniger scharf mag, sollte die Samen entfernen.

Herkunft / Geschichte

Chilischoten sind ein altes Gewürz, das ursprünglich in Zentral- und Südamerika verbreitet war und schon von den Mayas und Azteken verwendet wurde. Alle Chiliarten stammen von einer wilden Ursprungsart, dem Tepin- Chili (lat. Capsicum tepin), ab. Von den Spaniern im 16. Jahrhundert in der neuen Welt entdeckt, verbreiteten sie sich durch Handel rasch bis nach Afrika, Indien und in den Orient.

Anbau / Ernte

Capsicum- Arten werden aus Samen gezogen und danach ausgepflanzt. Für den Hausgebrauch gibt es sie im Handel bereits vorgezogen in Töpfen zu kaufen. Man kann sie aber auch selbst aus Samen auf der Fensterbank ziehen. Wichtig dabei ist, auf ausreichend Feuchtigkeit und genügend Wärme zu achten. Ein sonniger, geschützter Platz am Fenster oder auch im Garten ist unerlässlich.

Verwendung

Verwendung finden Chilis vorwiegend in der asiatischen, lateinamerikanischen und mexikanischen Küche. Sie geben Gerichten ein wunderbares Aroma und die richtige Schärfe. Hierzu kann man sie frisch, getrocknet, eingelegt sowie zu Trockenflocken oder Pulver verarbeitet einsetzen. Bei der Zubereitung frischer Schoten ist Vorsicht geboten. Manche Arten können die Haut regelrecht verbrennen. Beim Putzen oder Hacken sollten deshalb Handschuhe getragen und die Hände danach gründlich gewaschen werden.

Lagerung

Frische Chilis halten sich mehrere Wochen im Gemüsefach des Kühlschrankes. Getrocknete Schoten- welche schärfer als die frischen sind- werden am besten luftdicht und dunkel gelagert. So bleiben sie mehrere Jahre aromatisch.

Gerichte

Chilischoten sind heute ein universelles Haushaltsgewürz und kommen vorwiegend in Tomatengerichten, Würzsaucen, Curry- und Gewürzmischungen sowie in Fleischgerichten zum Einsatz.