Schwarzkümmel


Schwarzkümmel

Beschreibung

Schwarzkümmel heißt mit vollständigem Namen "Echte Schwarzkümmel, Nigella sativa" und gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Schwarzkümmel ist weder mit dem Kreuzkümmel noch mit dem Kümmel verwandt.

Aussehen

Schwarzkümmel wächst als gedrungene, schlanke krautige Pflanze. Diese erreicht eine Wuchshöhe von 15 bin 50 Zentimeter. Die oberirdischen Teile der Pflanze sind leicht behaart und manchmal auch mit drüsigen Trichomen. Der Stängel ist oben gestreift und aufrecht. Die Laubblätter haben 0,8 bis 2 Millimeter breite Blattabschnitte und sind am oberen Ende spitz. Die Blüte ist zwittrig und radiärsymmetrisch angeordnet. Die Blütenhüllblätter sind hellblau bis weißlich und einförmig. Die Pflanze hat viele Staubblätter. Die Balgfrüchte sind auf der ganzen Länge aufgeblasen, geschlossen und warzig. Die Samen sind dreikantig und runzelig.

Geschmack

Der Geschmack des Schwarzkümmels erinnert an Sesam mit einem leichten Trend zur Kreuzkümmelnote.

Herkunft / Geschichte

Ursprünglich war die Heimat des Schwarzkümmels der Westen Asiens, die Türkei und der Irak. Schwarzkümmel gedeiht aber auch in Indien, Nordafrika und Südeuropa.

Anbau / Ernte

Es ist möglich Schwarzkümmel in heimischen Gärten anzubauen. Im Handel sind Samenmischingen erhältlich. Der Anbau ist jedoch nicht einfach. Die Pflanze braucht sonnige bis halbschattige Lagen und mag durchlässige, humusreiche Böden. Die Saat wird im April/Mai direkt in das Bett gesät. Ab Juni zeigen sich normalerweise die ersten Blüten. Geerntet werden kann zwischen August und Oktober.

Verwendung

Schon über 2.000 Jahre wird Schwarzkümmel als pfefferartige Gewürz aber auch als Medizin verwendet. Neben Gewürz zu unterschiedlichen Gerichten wird Schwarzkümmel auch als Tee getrunken oder zum Schwarzkümmelöl gepresst. Dieses vermeintliche Heilmittel dient hauptsächlich zur Linderung von Neurodermitis, Allergien und Psoriasis. Aber auch gegen Asthma, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck, zur Regulierung des Immunsystem und zu Milderung von Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie. Dem Schwarzkümmel werden anregende, antibakterielle, antiseptische und antimykotische Heilwirkungen zugesagt. Aber auch zur Behandlung von Akne, Durchfall, Bronchitis, Frauenleiden und Gallenschwäche wird Schwarzkümmel eingesetzt.

Lagerung

Schwarzkümmel mag eine kühle und trockene Lagerung. Gemahlener Kümmel hingegen wird sehr schnell ranzig. Für die Lagerhaltung sollten deshalb ganze Schwarzkümmelkörner verwendet werden. Ideal ist die Aufbewahrung im Aroma-Dosen.

Gerichte

Schwarzkümmel passt zu vielen Gerichten. Da er auch sehr gut mit Pfeffer zusammenpasst, kann in jede Pfeffermühle zusammen mit dem Pfeffer auch Schwarzkümmel gegeben werden. Schwarzkümmel hebt durch seine leichte Schärfe den Geschmack vieler Speisen. Er passt sehr gut zu Gerichten mit Hülsenfrüchten, zu Eintopf, Salat und Fleisch. Überall wo Majoran oder Thymian verwendet werden, kann auch Schwarzkümmel hinzugefügt werden.