Sesam


Sesam

Beschreibung

Die krautige Sesampflanze hat eine lange Geschichte und hält als wohl älteste Ölpflanze der Welt immer mehr Einzug in die europäische Küche.

Aussehen

Zwischen 120 und 160 cm liegt die durchschnittliche Wuchshöhe der Sesampflanze. An ihr finden sich 4-20 cm lange eiförmige Blätter, die vom Ansatz gerundet hin zum Ende spitz zulaufend sind. Die Blüten der Pflanze sind weiß oder rosa und haben eine Trompetenform, vergleichbar mit der des Fingerhuts. Die Samenkapseln bergen die 2,5 - 3 Millimeter großen Samen in weißer, brauner, roter, schwarzer oder gelber Koloration.

Geschmack

Der Geschmack richtet sich nach der Weiterverarbeitung. Beispielsweise haben Sesamkörner sofort beim Zerbeißen einen leichten Nussgeschmack, wohingegen Sesamöl im kalten Zustand fast geruchs- und geschmacksneutral ist, aber beim Erhitzen das typische nussige Aroma entfaltet.

Herkunft / Geschichte

Funde der Saat bestätigen eine Nutzung des Samens bereits vor ca. 3000 Jahren in China. Der bei uns kultivierte Sesam hat seinen Ursprung im Wildsamen von Südasien. Von Südasien führte er seinen Siegeszug über Indien, nach Afrika und schließlich in alle Teile der Erde.

Anbau / Ernte

Für Hobbygärtner in Mittel- und Nordeuropa gibt es leider Ernüchterung bezüglich des Anbaus. Die Sesampflanze ist eine einjährige Pflanze die ein warmes und feuchtes Klima benötigt, um zu wachsen und Früchte zu tragen. Sofern man ihr dieses Klima bieten kann, lässt sich die erste Ernte bereits 3 Monate nach Saat einfahren. Hauptanbaugebiete sind und bleiben jedoch die Tropen und Teile der Subtropen.

Verwendung

Die Verwendung in der Küche reicht von den Samen, welche man rösten kann und zu einer herzhaft-nussigen Panade weiterverarbeiten kann, in Gebäck einfließen lassen kann oder als Granulat für das "Brötchen-Finish", bis zum fast geschmacksneutralen Öl, welches man hervorragend zum scharfen Anbraten von Speisen nutzen kann, da es extrem hitzebeständig ist.

Lagerung

Sesamsamen sind sehr pflegeleicht, sie benötigen lediglich eine trockene und luftdicht verschlossene Lagerungsstätte.

Gerichte

Schwarze und gelbe Sesamsamen werden gerne zu einer Paste verarbeitet, welche man Tahina nennt. Diese ist eine großartige Grundlage für Soßen, in denen man eine zarte Nussnote haben möchte. Eine Sesamsoße ist leicht herzustellen und passt beispielsweise exzellent zu Spinat. Hobbykonditoren kommen mit Sesam auch auf ihre Kosten, so lassen sich mit Sesamsamen ebenso hervorragende Sesamkekse kredenzen