Vanille und Vanilleschoten


Vanile

Beschreibung

Bei der Vanille (Vanilla planifolia) handelt es sich um ein Orchideengewächs, dessen Fruchtkapsel in fermentierter Form auf vielfältige Weise in der Küche eingesetzt werden kann.

Aussehen

Bei der Vanille handelt es sich um eine Schlingpflanze mit Kletterwurzeln, die auf Stangen oder Bäumen gezogen wird. Die individuellen Pflanzen erreichen eine Länge von zehn Metern, mit dunkelgrünen, dickfleischigen Blättern und traubenförmigen Blüten. Die gelblich-grünen, ca. 15 Zentimeter langen Vanilleschoten enthalten dunkles, klebriges Fruchtmark.

Geschmack

Die Vanille besitzt einen würzigen, aromatisch-süßen Geschmack. Je nach Herkunftsland gibt es unterschiedliche Ausprägungen: Vanille aus Mexiko ist für ihr kräftiges, süßes Aroma bekannt, während tahitianische Vanille eine zartere, blumige Note aufweist.

Herkunft / Geschichte

Das Ursprungsland der Vanille ist Mexiko. In der Mythologie des Landes ist sie als Zutat des sogenannten "Liebestrankes" bekannt, der aus den Früchten eines verzauberten Baumes gebraut wird. Spanische Eroberer brachten die Pflanze nach Europa, wo sie im Laufe des 17. Jahrhunderts besonders in Frankreich als kostbares Gewürz bekannt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde die erste künstliche Vanille hergestellt, und dadurch der Gebrauch echter Vanille stark eingeschränkt. Heutiger Vanilleanbau wird hauptsächlich in Madagaskar, Rèunion (Ursprungsort der "Bourbon-Vanille"), den Komoren, Mexiko und Polynesien betrieben.

Anbau / Ernte

In europäischen Breiten lässt sich Vanille nur schwer im Privatanbau kultivieren, da die klimatischen Voraussetzungen fehlen. Die Vanilleschoten werden im unreifen Zustand geerntet und anschließend fermentiert.

Verwendung

Vanille wird zur Süßung und Aromatisierung einer Vielzahl an Speisen verwendet. Kleine schwarze Körnchen im Gericht weisen darauf hin, dass bei der Zubereitung das Fruchtmark der natürlichen Vanille verwendet wurde - aufwendiger und teurer als Vanille-Ersatz, dafür deutlich intensiver im Geschmack.

Lagerung

Die fermentierten Vanilleschoten werden in luftdicht schließenden Glasbehältern aufbewahrt, um Wasseranziehung zu verhindern. Frische Vanilleschoten bleiben im Kunststoffbeutel und bei dunkler, nicht zu kühler Lagerung (ca. 15-17 Grad) etwa drei Jahre lang frisch.

Gerichte

Vanille passt als Universalaroma zu allen Süßspeisen: Kompott, Kuchen, Eierspeisen und Eis. Die Schote selbst kann in Zucker eingelegt werden, um dessen Geschmack zu intensivieren. Auch frisch gebrühtem Kaffee kann durch einen Schuss Vanille eine besondere Note verliehen werden.